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Berichte Tauchen

SK Eistauchen 25.03-27.03.2011 am Plansee

Es heißt: „man lernt nie aus“. Deshalb beschlossen Carmen und ich, die Möglichkeit zu nutzen, und am SK Eistauchen teilzunehmen.
Das Wochenende begann viel versprechend, als wir am frühen Freitagabend den mit Eis bedeckten Plansee erblickten. Allerdings mussten wir feststellen, dass am üblichen Einstieg das Eis schon weit zurückgewichen war. Flugs bezogen wir unsere Hütte. Da der Rest der Truppe erst später eintreffen würde, nutzten wir die „Eisfreiheit“, um noch einen Spaßtauchgang zu machen. Der Einstieg ins Wasser erwies sich als ziemlich anspruchsvoll, da der Wasserspiegel um etwa 3 m unter normal gesunken war. Bei erfrischenden 5 Grad Wassertemperatur und herrlicher Sicht verbrachten wir angenehme 45 Minuten im See.
 
  Der Winter hatte sich hier noch nicht ganz zurückgezogen...
 
Die in der Zwischenzeit eingetroffenen Kollegen waren uns auch gleich beim Bewältigen des Ausstieges behilflich. Neben Frank, Otti und Michael wurde der Kurs durch Krissi, Volker, „Spezi“ und José vom SV Oberkochen komplettiert. Nach großem Hallo, allgemeiner Geschäftigkeit beim Auspacken und gemeinsamem Vesper, ging es dann gleich zum ernsten Teil dieses Wochenendes über: die Theorie! Es folgte noch die geplante Aufgabenstellung für den nächsten Tag. Zu nun schon vorgerückter Stunde begaben wir uns dann erschöpft in unsere Kojen. 
Beim ersten Vogelzwitschern waren wir auch schon wieder auf den Beinen, um der Theorie die ersten praktischen Übungen folgen zu lassen. Durch eine Buddyleine mit dem Tauchpartner verbunden und zusätzlich gesichert durch eine Führungsleine über die mit der Sicherungs-Crew auf dem Eis kommuniziert werden kann, wurden unsere ganzen Fähigkeiten gefordert. Abwechselnd durfte jeder Teilnehmer jeweils eine der notwendigen Sicherungsaufgaben übernehmen. So trainierten wir sowohl das Tauchen an der Leine, als auch das Führen der Leine von außerhalb des Wassers. Und obwohl die eigentliche Tauchzeit relativ kurz war, waren wir abends doch alle geschafft. Trotzdem waren einige nach gemeinsamem Abendessen nicht müde und legten noch einen Nachttauchgang ein. 
Da in der folgenden Nacht die Uhr auf Sommerzeit umgestellt wurde, kam der Schlaf etwas zu kurz. Aber mit eisernem Willen und einer ordentlichen Portion Kaffee schafften wir es alle fit zu werden. 
Auch für Sonntag waren zwei Tauchgänge geplant. Dieses Mal unter erschwerten Bedingungen. Beim ersten Tauchgang trainierten wir das Verhalten bei Vereisen eines Reglers – natürlich unter Eistauchbedingungen – gesichert mit Leinen! Beim zweiten und letzten Tauchgang dieses Seminars wurde es dann aufregend. Wir simulierten einen Notfall, bei dem die Taucher durch die Mannschaft an Land so schnell wie möglich aus dem Wasser gezogen werden. Kaum zu glauben wie schnell man durch das Wasser pflügt wenn am anderen Ende des Seils kräftig gezogen wird! Es war ein Heidenspaß, doch hoffentlich müssen wir so was nie real erleben. 
 
Da der Wasserstand um 3 m niedriger war, war für den Ein- und Ausstieg ein Seil nötig...  
 
 
Nun packte alle auch schon die allgemeine Aufbruchstimmung. Die Ausrüstungen wurden zusammengepackt und die Hütten aufgeräumt. Es gab noch ein letztes gemeinschaftliches Logbuchschreiben und die Übergabe der Eistauchbrevets, dann wurden die Autos beladen und die Heimreise angetreten. 
Der Himmel über dem Plansee beweinte unseren Abschied (soll heißen: es begann zu regnen), was uns das Verlassen etwas leichter machte. Rundum war dies wieder einmal ein gelungenes Wochenende mit viel Spaß und jeder Menge neuem Input. Wer rastet der rostet. Und ab und zu ist es ganz gut den Rost mal wieder abzusteifen. Die nächste Gelegenheit für ein Seminar kommt bestimmt, und ich kann die Teilnahme nur empfehlen.

Veröffentlicht am 27.03.2011

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