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Abtauchen 2011 |
Am Sonntag, den 23. Oktober fand unser diesjähriges Abtauchen statt. Dieses Jahr trug sich das ganze Spektakel allerdings nicht wie gewohnt entweder an der Erzgrube oder einem Baggersee in der oberrheinischen Tiefebene ab, sondern man entschied sich für das Vereinstauchgelände des TSC- Überlingen Bodensee, kurz TGÜ- Plätzl genannt.
Als wir gegen 11 Uhr morgens eintrafen, war der See noch in dickem Nebel versunken und die Lufttemperatur war nur knapp über 10 °C. Dennoch hatten sich schon einige Mitglieder um unseren Vorstand Frank Lemke versammelt, die das feuchte Wetter nicht abgeschreckt hatte. Zu meiner persönlichen Überraschung traf ich dort auch Jürgen Rigon, ein Kollege, mit dem Frank und ich 2008 in Albstadt den Übungsleiter gemacht hatten. Nach einem kleinen Schwätzchen und einem heißen Kaffee begannen wir bald, unsere Tauchgeräte zusammenzubauen und es bildet sich kleine Tauchgruppen.
Das TGÜ- Plätzl hat den großen Vorteil, dass man keine weiten Laufwege zum Wasser hat und dort angekommen auch keine weiten Schwimmstrecken vorfindet. Nach ca. 5 Meter oder zwei kräftigen Flossenschlägen hat man schon auf etwa
1,50 m die Kante zu einer Steilwand unter sich, und man blickt in die dunkle Tiefe hinab.
Ein kurzer Check noch und Dieter, Conny und ich ließen die Luft aus unseren Westen, um anschließend die schöne Steilwand hinab zu gleiten. Die Sichtweite betrug ca. 6 Meter, jedoch änderte sich das abrupt auf etwa 17 m, wo es etwas trüber wurde.
Das wunderbare an dieser Steilwand ist, dass sie nicht nur einfach steil in die Tiefe ragt, sondern immer wieder kleine Felsspalten aufweist, in denen man mit Glück kleine Drüschen, Aale oder auch mal einen Hecht lauern sieht. Dieses Glück hatten wir auch und das sogar im Doppelpack. Zwei Aale von etwa 75 cm Länge tummelten sich in einer Felsspalte und ließen sich auch durch unser helles Scheinwerferlicht nicht stören. Ein schöner 1. Tauchgang an diesem Tag.
Wieder aufgetaucht und aufgewärmt machten wir uns über die leckere Käsetheke her und wer wollte hatte auch die Möglichkeit zum Grillen. An dieser Stelle ein Dank an Sonja und Frank, die dieses Mal für ein kleines Käsebuffet gesorgt hatten.
Nach einem saftigen Steak und einer ordentlichen Portion Käse vom Buffet riss der Nebel endlich auf, und die Sonne lachte uns an. Als ich das sah, überlegte ich nicht lange und brach zu meinem zweiten Tauchgang auf. Die Sonne stand so perfekt, dass man praktisch bis 17 Meter keine Lampe brauchte und ich genoss in vollen Zügen das prächtige Farbenspiel und die Spiegeleffekte im Wasser. Die beiden Aale von vorher saßen noch genau dort, wo wir sie vorhin schon gesehen hatten und genossen wohl ebenfalls die Sonne.
Wider an der Wasseroberfläche erblickte ich Frank, der es sich in seinem Liegestuhl bequem gemacht hatte und ich beschloss, mir auch noch eine Weile die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und so diesen wundervollen Tag am Bodensee in Ruhe ausklingen zu lassen.
Veröffentlicht am 01.11.2011
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